Thomas Gabriel

Verantwortlicher für die Start-up-Initiative bei EY Österreich

Brückenbauer für Innovations-Kraftwerke


Der Begriff „Start-up“ hat dem Unternehmertum neuen Rückenwind gegeben. Gründung ist wieder „in“. Davon zeugt nicht zuletzt die Rekordsumme, die Investoren im letzten Jahr in europäische Start-up-Unternehmen investiert haben. Der Hype überdeckt aber auch oft, dass nicht jede gute Idee schon ein überlebensfähiges Start-up ist. EY möchte mit vielfältigen Initiativen gezielt innovative und marktfähige Start-ups finden, fördern und als Brückenbauer mit großen oder mittelständischen Unternehmen zusammenbringen.

Es gibt kaum einen anderen Begriff, der die Diskussion über Standortfragen und wirtschaftlichen Fortschritt in den letzten Jahren so sehr dominiert hat, wie „Start-up“. Die Aussicht, das nächste Unicorn, also ein Start-up-Unternehmen mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar, oder ein führender Player zu werden oder einen solchen zu finden, treibt Gründer und Investoren gleichermaßen an. Doch so oft der Begriff auch verwendet wird, so unklar ist oft die Abgrenzung: Nicht jedes neu gegründete Unternehmen und nicht jede Geschäftsidee ist ein Start-up. Als Annäherung kann man ein Start-up durch folgende Eigenschaften charakterisieren: Das Unternehmen ist jünger als zehn Jahre, strebt ein starkes Wachstum an, hat eine (technologische) Innovation eingeführt und/oder operiert mit einem innovativen Geschäftsmodell. Laut Gründerservice der Wirtschaftskammer sind zwischen 1,5 und 3 Prozent – rund 500 bis 1.000 Unternehmen – aller Neugründungen Start-ups. Nach Schätzungen der KMU Forschung Austria gibt es in Österreich derzeit zwischen 2.000 und 4.000 Start-ups. Von Start-ups geht eine enorme Innovationsenergie aus. Einerseits profitiert die gesamte Wirtschaft, wenn sich Start-ups zu großen Unternehmen entwickeln und Arbeitsplätze schaffen. Andererseits sind Start-ups für Corporates und mittelständische Unternehmen in Österreich als Innovationskraftwerke enorm wichtig: von der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen bis zur Optimierung von Prozessen. Start-ups sind eine unverzichtbare Basis für die Wirtschaft.

Start-up-Boom in Europa

Kapitalgeber haben im vergangenen Jahr Rekordsummen in europäische Start-ups investiert: Der Gesamtwert der Start-up-Finanzierungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Finanzierungsrunden legte um 39 Prozent auf 3.656 zu. Das zeigen die Ergebnisse des EY-Start-up-Barometers. Das bedeutet: Mehr europäische Unternehmen als je zuvor haben im vergangenen Jahr frisches Kapital erhalten. In den meisten großen europäischen Märkten sind die Investitionssummen gestiegen und auch die Zahl der Finanzierungsrunden legte fast überall zu. Das zeigt, dass das europäische Start-up-Ökosystem weiter an Stärke gewinnt. Immer mehr europäische Jungunternehmen erhalten frisches Geld und können damit innovative Geschäftsmodelle oder Technologien weiterentwickeln. Auf Investorenseite ist das Interesse an vielversprechenden Geschäftsideen und innovativen Technologien nach wie vor enorm groß. Die Bereitschaft, auch sehr hohe Summen in Start-ups zu investieren, ist spürbar gestiegen, was auch mit der guten Entwicklung auf dem IPO-Markt und den entsprechend verbesserten Exit-Möglichkeiten zusammenhängen dürfte. So stieg die Zahl der Finanzierungen mit einem Volumen von 100 Millionen Euro und mehr im Vergleich zum Vorjahr europaweit von sieben auf 23.

Österreichische Start-up-Szene klar im Aufwind

Die österreichische Start-up-Szene hat sich 2017 sehr lebhaft entwickelt: Österreichs Start-ups haben 2017 rund viermal so viel Geld durch Finanzierungsrunden eingenommen wie im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtwert ist von 34 Millionen Euro auf 138 Millionen Euro gestiegen. Damit belegt Österreich Rang 14 im europäischen Vergleich und liegt ungefähr auf dem Niveau von Belgien (123 Millionen Euro), Norwegen (146 Millionen Euro) und Italien (148 Millionen Euro). Gleichzeitig ist auch die Zahl der Finanzierungsrunden nach oben gegangen: Sie hat sich mehr als verdoppelt, von 14 auf 35. Nicht nur diese Zahlen zeigen: Österreichs Start-up-Szene hat viele spannende Unternehmen zu bieten und wird mittlerweile auch von Investoren und Business Angels im In- und Ausland sehr genau verfolgt.

Hilfe beim Abheben

Mit der EY Start-up-Initiative möchte EY diese Unternehmen identifizieren, fördern und bei ihrem Wachstum unterstützen. Zu unseren Kunden gehören die größten österreichischen Unternehmen genauso wie mittelständische Betriebe oder die Verwaltung – für deren strategische Weiterentwicklungsprozesse die Inputs von Start-ups sehr wichtig sind. Wir sind Brückenbauer zwischen innovativen Start-ups und etablierten österreichischen Marktführern. Wir haben ein Netzwerk mit ausgewählten namhaften Unternehmen gebildet und arbeiten gemeinsam an der Skalierung von Start-ups und der Belebung des Marktes. Durch unser Engagement im Rahmen von eigenen Programmen und die Unterstützung von externen Initiativen fördern wir gezielt innovative Start-ups, stellen Kontakte zu den richtigen Groß- und Mittelbetrieben her und fördern so das Wachstum der Start-ups. Wir möchten Start-ups beim Abheben helfen. Im Kern unserer EY Start-up-Initiative stehen unsere Dienstleistungen. Wir bieten in allen Wachstumsphasen maßgeschneiderte Pakete mit multidisziplinären Services aus den Bereichen Finance/Accounting, Steuerberatung und Unternehmensberatung sowie Rechtsberatung durch EY Law. Wir sehen uns als Entwicklungshelfer für Start-ups und begleiten diese auf dem gesamten Weg von einem kleinen bis hin zu einem stattlichen Unternehmen, verschränkt über alle Service Lines.


Weitere Informationen finden Sie hier: https://start-up-initiative.ey.com

Kontakt: Thomas Gabriel Verantwortlicher für die Start-up-Initiative bei EY Österreich thomas.gabriel@at.ey.com

T. +43 1 21170 1904

19.168 Mio. Euro

Start-up-Finanzierungen in Europa steigen 2017 auf Rekordniveau

+39%

Finanzierungsrunden erreichen neue Rekordhöhe gegenüber dem Vorjahr

2016: 2.630 / 2017: 3.656

Österreich auf Platz 14

Start-ups aus Großbritannien ziehen höchstes Volumen an Top-5-Investitionsvolumina in Mio. Euro in europäischen Ländern